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Irankrieg: Iran fordert Anerkennung seines vorgeschlagenen Friedensplans

August 28, 2026
Irankrieg: Iran fordert Anerkennung seines vorgeschlagenen Friedensplans
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Überblick

Israel und die USA haben am 28. Februar einen gemeinsamen Angriff auf den Iran gestartet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in verschiedenen Staaten der Region.
Ajatollah Ali Chamenei, der mehr als drei Jahrzehnte Anführer des Iran war, wurde bei den Angriffen getötet. Modschtaba Chamenei, der Sohn von Ali Chamenei, ist neues politisches und geistliches Oberhaupt des Iran.Der Iran und die USA haben sich am 8. April auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Die USA stellten ihre Angriffe unter der Bedingung ein, dass der Iran die Straße von Hormus öffnet. Seit dem 13. April blockiert das US-Militär iranische Häfen an der Straße von Hormus.Am 21. April kündigte US-Präsident Donald Trump an, die Waffenruhe zu verlängern, bis der Iran einen Vorschlag zum Kriegsende vorlegt. Bislang sind alle Verhandlungsversuche gescheitert. Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.Mehr lesen Sie auf unserer Themenseite zum Iran.

Wichtige Beiträge

Iran fordert Anerkennung seines FriedensplansDer iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf hat die USA aufgefordert, einen iranischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges anzunehmen. »Es gibt keine andere Möglichkeit, als die Rechte des iranischen Volkes, wie sie im 14-Punkte-Vorschlag dargelegt sind, anzuerkennen«, schrieb Ghalibaf auf X. »Jeder andere Ansatz wird völlig ergebnislos bleiben; nichts als ein Misserfolg nach dem anderen.«

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»Je länger sie auf der Bremse stehen, desto mehr werden die amerikanischen Steuerzahler dafür bezahlen«, schrieb der iranische Parlamentspräsident. US-Präsident Donald Trump hatte die iranische Antwort auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges zuletzt als »völlig inakzeptabel« bezeichnet.

Irankrieg: Iran fordert Anerkennung seines vorgeschlagenen FriedensplansIran droht mit Urananreicherung auf waffentaugliche 90 Prozent

Der Iran hat angekündigt, sein Uran weiter anzureichern, falls es zu erneuten Angriffen kommt. Der Abgeordnete Ebrahim Resaei, Sprecher des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik, schrieb auf der Plattform X, eine mögliche Option sei die Anreicherung auf bis zu 90 Prozent. Diese Möglichkeit werde derzeit im Parlament geprüft. Eine solche Anreicherung würde bedeuten, dass das Uran einen Grad an Reinheit erreicht, der auch für den Bau von Atomwaffen genutzt werden könnte.

Irankrieg: Iran fordert Anerkennung seines vorgeschlagenen FriedensplansUS-Botschafter bestätigt Einsatz von Iron Dome in EmiratenDer israelische Raketenschild Iron Dome wurde zur Abwehr iranischer Geschosse in den Vereinigten Arabischen Emiraten eingesetzt. Die Emirate hätten von den Abraham-Abkommen und der darin verankerten Normalisierung der Beziehungen zu Israel profitiert, sagte der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee.

»Schauen Sie sich doch mal die Vorteile an. Israel hat ihnen gerade Iron-Dome-Batterien und Personal geschickt, das ihnen beim Betrieb hilft.« Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten Israel im Zuge der von den USA vermittelten Abraham-Abkommen im Jahr 2020 diplomatisch anerkannt.

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Maxim NägeleWeitere Hinrichtung im IranIm Iran ist ein Mann wegen eines angeblichen bewaffneten Aufruhrs hingerichtet worden. Abdoldschalil Schahbachsch habe der militanten ​sunnitischen Organisation ⁠Ansar al-Furkan angehört, die in ​der Provinz Sistan und Belutschistan im ‌Südosten ⁠des ​Landes aktiv sei, meldete die staatlich-kontrollierte Nachrichtenagentur Tasnim. Der Mann sei wegen bewaffneten Aufruhrs gegen die Sicherheitskräfte und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt worden. Das Todesurteil ⁠ist laut Tasnim vom ​Obersten Gerichtshof bestätigt worden.

In den vergangenen Monaten war es häufig zu Hinrichtungen im Iran gekommen. Einige Todesurteile standen im Zusammenhang mit den regimekritischen Protesten Anfang Januar. 

Mathias PeerUS-Bürger vermissen laut Umfrage klare KriegszieleZwei Drittel ​der US-Bürger werfen Präsident Donald Trump einer Umfrage zufolge vor, die Ziele des Irankrieges nicht klar dargelegt zu haben. Dies geht aus ​einer gestern abgeschlossenen ⁠Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters und ​des Instituts Ipsos hervor. Rund 63 Prozent der Befragten ‌gaben ⁠zudem an, dass ​die gestiegenen Energiekosten ihre Haushaltskasse belasten. Bei einer Umfrage Mitte März lag der ​Anteil noch bei 55 Prozent. Der Ende Februar mit amerikanisch-israelischen Luftangriffen begonnene Konflikt hat die Benzinpreise in den USA um rund 50 Prozent in die Höhe getrieben.

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Die Unzufriedenheit über die ⁠hohen Benzinpreise könnte ​für Trumps Republikaner bei den Kongresswahlen im ‌November zum Problem werden. Der ‌Erhebung zufolge machen 65 Prozent ​der Wähler sie für die Preissteigerungen verantwortlich, 27 Prozent geben den Demokraten die Schuld. ​

Trumps Zustimmungswerte erholten sich laut der Umfrage zwar leicht auf 36 Prozent, nachdem sie Ende April mit ‌34 Prozent den tiefsten Stand ​seiner aktuellen Amtsperiode erreicht hatten. Sie liegen damit ⁠jedoch weiter ​unter den 47 Prozent, mit ‌denen er im Januar 2025 in seine zweite Amtszeit gestartet ‌war.

Annika BenzingUSA verhängen Sanktionen wegen iranischer Ölexporte nach ChinaDie USA haben Sanktionen gegen drei Personen und neun Unternehmen verhängt, die den Transport von iranischem Öl nach China unterstützt haben sollen. Vier der betroffenen Firmen haben ihren Sitz in Hongkong, vier in den Vereinigten Arabischen Emiraten und eine im Oman. US-Präsident Donald Trump trifft sich diese Woche mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping, dabei könnte er Xi dazu drängen, zur Lösung ​der Konfrontation mit dem Iran beizutragen.

Finanzminister ⁠Scott Bessent sagte, die USA würden den Druck auf den Iran weiter erhöhen, um der ​iranischen Regierung und dem Militär die Mittel für Waffen, ihr Atomprogramm oder die Unterstützung von Stellvertretern in der Region zu entziehen. Der Schritt folgt auf Sanktionen, die am ‌Freitag gegen ⁠Personen und Unternehmen verhängt wurden, die den Iran beim Kauf ​von Waffen und Komponenten für die Herstellung von Drohnen und ballistischen Raketen unterstützen.

Lesen Sie hier mehr dazu:

Annika BenzingIran droht im Falle von Angriffen mit VergeltungDer iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat wegen der stockenden Verhandlungen über ein Ende des Irankrieges mit den USA mit Vergeltungsmaßnahmen auf jegliche Angriffe gedroht. »Unsere Streitkräfte sind bereit, zu reagieren und jedem Angreifer eine Lektion zu erteilen«, teilte Ghalibaf im Onlinedienst X mit. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran als äußerst brüchig bezeichnet.

»Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet, sie werden überrascht sein«, fügte Ghalibaf hinzu. Schlechte Strategien und schlechte Entscheidungen führten immer zu schlechten Ergebnissen, sagte er weiter und: »Das hat die Welt bereits verstanden.« Zuvor hatte Trump kritisiert, die Feuerpause mit dem Iran werde nur noch künstlich am Leben gehalten.

Mathis GannDonald Trump will Kraftstoffsteuer aussetzenAngesichts extrem gestiegener Kraftstoffpreise infolge des Irankriegs plant US-Präsident Donald Trump, die Kraftstoffsteuer in den USA bis auf Weiteres auszusetzen. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus sagte Trump, die Steuer solle vorerst nicht weiter erhoben werden – »so lange wie angemessen«. »Es ist zwar nur ein kleiner Prozentsatz, aber es ist immer noch Geld«, sagte der US-Präsident.

Für eine Änderung der Bundessteuer auf Kraftstoff ist die Zustimmung des Kongresses erforderlich, der derzeit von Trumps Republikanern kontrolliert wird. Der republikanische Senator Josh Hawley kündigte an, noch heute einen Gesetzentwurf einzubringen, um ⁠die Steuer auszusetzen.

Nach Angaben der US-Energiestatistikbehörde erhebt die US-Regierung 18,4 Cent pro Gallone Benzin und 24,4 Cent pro Gallone Diesel. Der Durchschnittspreis für eine Gallone Benzin liegt derzeit bei rund 4,52 US-Dollar, ein Jahr zuvor waren es noch knapp 3,14 US-Dollar. Der aktuelle Stand ist der höchste seit 2022. Im Vergleich zu Deutschland ist das Tanken in den USA jedoch noch immer recht günstig: Umgerechnet liegt der aktuelle Benzinpreis in den USA bei rund einem Euro pro Liter, in Deutschland bei knapp zwei Euro.

Annika BenzingTrump nennt Waffenruhe »unglaublich schwach« 

Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran steht laut US-Präsident Donald Trump auf der Kippe. Trump hatte zuvor den jüngsten iranischen Vorschlag für ein dauerhaftes Ende des Krieges abgelehnt. Auf die Frage, ob die Feuerpause noch gelte, antwortete er, diese sei »unglaublich schwach« und hänge »am seidenen Faden«. Sie habe nur noch »eine Überlebenschance von einem Prozent«.

»Ich würde sie im Moment als die schwächste überhaupt bezeichnen, nachdem ich diesen Schund gelesen habe, den sie uns geschickt haben«, sagte Trump im Oval Office. Er habe den iranischen Vorschlag »nicht einmal zu Ende gelesen«.

Der Iran hat darin nach Angaben des Staatsfernsehens Kriegsentschädigungen der USA verlangt sowie die uneingeschränkte iranische Souveränität über die Straße von Hormus, die Aufhebung der Sanktionen und die Freigabe seiner im Ausland beschlagnahmten Vermögenswerte. Über die iranischen Uranbestände will das Regime zudem erst später verhandeln. Trump wies den Vorschlag als völlig inakzeptabel zurück.

Susanne KödelIran richtet Mann wegen Spionagevorwurfs hin

Im Iran ist ein Mann wegen angeblicher Spionage für die USA und Israel hingerichtet worden. Das ​Justizportal Misan meldet, er habe in einer ⁠wissenschaftlichen Einrichtung für Satellitentechnik gearbeitet und geheime ​Informationen an ausländische Geheimdienste weitergegeben. Bei dem Mann handelt es sich laut der Organisation Iran Human Rights Society um einen ⁠29-jährigen Raumfahrtingenieur, der 2025 festgenommen und ​zu einem Geständnis gezwungen wurde.

Leon GinzelÖltanker sollen Ortungssystem in Straße von Hormus ausgeschaltet habenMehrere Öltanker ​haben Berichten zufolge die ⁠Straße von Hormus mit ​abgeschalteten Ortungssystemen passiert, um iranischen Angriffen zu entgehen. ‌Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und bezieht sich dabei auf die Informationen von Analysefirmen.Zwei ⁠der Schiffe sollen demnach gestern mit irakischem Rohöl an Bord die ​Meerenge durchquert haben. Ein dritter Tanker konnte den Persischen Golf bereits in der vergangenen Woche verlassen.

Die staatliche iranische Nachrichtenagentur ⁠Tasnim meldet unterdessen, ​dass ein mit irakischem Rohöl beladener ‌Tanker auf dem ‌Weg nach Vietnam am Sonntag die ​Straße von Hormus auf der von Iran festgelegten Route durchquert habe. ​Ob es sich um einen der beiden genannten Tanker handelt, ist unklar.

Bereits vergangene Woche hatte es Berichte gegeben, dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) mit der gleichen Methode in begrenztem Umfang ⁠Rohöl durch ​die Meerenge verschifft haben sollen. ‌

Simon Sales Prado

Großbritannien und Frankreich beraten über Absicherung der Straße von Hormus 

Der britische und der französische Verteidigungsminister wollen am Dienstag mit Verbündeten über militärische Pläne zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus sprechen. »Verteidigungsminister John Healey wird gemeinsam mit seiner französischen Amtskollegin Catherine Vautrin den Vorsitz bei einem Treffen von über 40 Nationen« führen, teilte das britische Ministerium mit. Die Ankündigung erfolgte, wenige Stunden nachdem der Iran die Regierungen in London und Paris davor gewarnt hatte, Kriegsschiffe in die Golfregion zu entsenden, und mit einer »entschiedenen und sofortigen Antwort« gedroht hatte.

Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle passierte vor wenigen Tagen den Suezkanal, um sich für einen möglichen Einsatz zur Absicherung der Straße von Hormus in Stellung zu bringen. Großbritannien gab seinerseits bekannt, dass es den britischen Zerstörer HMS Dragon entsenden werde. Auch ein Minenjagdboot der deutschen Marine ist unterwegs in die Region.

Simon Sales PradoÖlpreis steigt nach US-Kritik an iranischer Antwort

Die klare Absage von US-Präsident Donald Trump auf einen neuen iranischen Verhandlungsvorschlag hat die Ölpreise erneut steigen lassen. Die Nordseesorte ​Brent verteuerte sich ⁠um etwas mehr als drei Prozent auf 104,47 ​US-Dollar je Barrel, während US-Leichtöl der ‌Sorte ⁠WTI ​auf 98,51 US-Dollar zulegte.

Simon Sales PradoTrump weist neuen iranischen Verhandlungsvorschlag zurückUS-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden über den jüngst vom Iran übermittelten Vorschlag in den Verhandlungen für ein Kriegsende geäußert.  »Ich habe gerade die Antwort der sogenannten ›Vertreter‹ des Iran gelesen. Das gefällt mir nicht«, teilte der US-Präsident mit. Die Forderungen seien »völlig inakzeptabel«.Lesen Sie hier mehr dazu:Simon Sales PradoIran fordert Staatsmedien zufolge Kriegsende auch im LibanonÜber den vom Iran über Vermittler an die USA gesendeten Verhandlungsvorschlag sind erste Details bekannt geworden. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim fordern die iranischen Unterhändler darin ein Kriegsende auch im Libanon. Zudem sollen die Vereinigten Staaten ihre Sanktionen auf den Verkauf iranischen Öls demnach 30 Tage lang aufheben. Auch ein Ende der US-Seeblockade in der Straße von Hormus ist den Angaben zufolge in der Antwort vorgesehen.

Pakistan hatte die iranische Antwort an die USA übermittelt, allerdings keine inhaltlichen Angaben gemacht. Iranische Staatsmedien hatten lediglich mitgeteilt, es gehe um ein Ende »aller Kriege«, womit auch der israelische Krieg im Libanon gemeint sein dürfte. 

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